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Quedlinburg UNESCO-Weltkulturerbe

Quedlinburg liegt nördlich des Harzes in Sachsen-Anhalt an der Bode und besitzt seit 994 Stadtrecht. Seit 1994 steht Quedlinburgs architektonisches Erbe auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und macht die Stadt damit zum größten Flächendenkmal in Deutschland.

In der historischen Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen, verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen befinden sich 1200 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Am Markt liegt das Renaissance-Rathaus mit der Roland-Statue; südlich davon der Schlossberg mit der romanischen Stiftskirche und dem Domschatz als Zeugnissen des Quedlinburger Damenstiftes. Auch der Münzenberg mit der romanischen Klosterkirche St. Marien und im Tal dazwischen die romanische St.-Wiperti-Kirche sowie der sich anschließende Abteigarten und der Brühl-Park gehören zum Weltkulturerbe.

 
 

 

 

 

Die Stiftskirche St. Servatius (oft auch als Quedlinburger Dom bezeichnet) ist eine den Heiligen Dionysios und Servatius geweihte Kirche und ein Denkmal hochromanischer Baukunst. Die flachgedeckte dreischiffige Basilika, in der je zwei Säulen mit einem Pfeiler abwechseln, war die Kirche des Quedlinburger Damenstiftes. In der Krypta finden sich als romanische und gotische Bildhauerarbeiten die Grabplatten der Quedlinburger Äbtissinnen.

Quedlinburg 1647
   
 

Der Domschatz war 1943 bereits vollständig in eine Höhle unter der Altenburg ausgelagert worden. Am 19. April 1945 besetzten amerikanische Truppen Quedlinburg. Die Bewachung der Höhle übernahm nun unter anderem der US-Leutnant Joe Meador. Dieser kunsthistorisch bewanderte Soldat erkannte die Bedeutung des Schatzes in seinem Verantwortungsbereich. Es gelang ihm zwölf ausgewählte Stücke per Feldpost nach Texas in die USA zu schicken. 1980 verstarb Meador und seine Erben versuchten die Beutekunst auf dem internationalen Kunstmarkt zu verkaufen. Nach einem langen juristischen Ringen kehrten zehn der Stücke 1992 nach Deutschland zurück, wo sie zunächst untersucht und in München und Berlin ausgestellt wurden, bevor sie 1993 zurück in die romanische Stiftskirche St. Servatius gelangten. Dort ist der berühmte Domschatz wieder nahezu komplett zu besichtigen. Zwei Beutestücke sind aber weiterhin in Amerika verschollen.

 
 

Lüdde Bräu ©2007 • E-Mail


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